Bitte Ton einschalten
Novellierung UWG
Warum der BdB vor einer Überregulierung im Pflanzenbereich warnt
Mit der geplanten Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) will das Bundesministerium der Justiz irreführende Umweltangaben auf Produkten eindämmen. Künftig sollen Aussagen zu Umweltleistungen in der Regel überprüfbar und durch unabhängige Zertifizierungen abgesichert sein. Was für Industrieprodukte sinnvoll erscheinen mag, wirft aus Sicht des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V. im Pflanzenbereich erhebliche Probleme auf.
Pflanzen seien keine standardisierten Waren, betont BdB-Präsident Hajo Hinrichs. Ihre ökologische Wirkung – etwa für Insekten, Biodiversität oder das Stadtklima – sei sichtbar und allgemein anerkannt, entziehe sich aber einer rein quantitativen, schematischen Prüfung. Eine Zertifizierungspflicht für Begriffe wie „bienenfreundlich“ oder „insektenfreundlich“ würde der biologischen Realität nicht gerecht und schaffe vor allem neue Unsicherheiten.
Hinzu kommt, dass ökologische Fragen rund um Pflanzen häufig ideologisch aufgeladen diskutiert werden. Begriffe wie „heimisch“ oder „nicht heimisch“ zeigen, wie schnell fachliche Bewertungen zu politischen Streitpunkten werden können. Der BdB befürchtet, dass Pflanzenbetriebe künftig mit Abmahnungen oder Rechtsstreitigkeiten rechnen müssen – selbst dann, wenn ihre Aussagen fachlich korrekt sind.
Dass Zertifizierungssysteme den Markt erheblich belasten können, zeigt nach Ansicht des BdB das Beispiel der gebietseigenen Gehölze. Hohe bürokratische und finanzielle Anforderungen haben dazu geführt, dass von ehemals über 80 zertifizierten Baumschulen heute weniger als 30 übrig geblieben sind. Öffentliche Auftraggeber beklagen inzwischen selbst, dass der Markt nicht mehr funktioniere.
Der BdB fordert daher eine klare Ausnahmeregelung für Pflanzen im Rahmen der UWG-Reform. Eine bloße Erläuterung ökologischer Eigenschaften auf dem Etikett reiche nicht aus, um Rechtssicherheit zu schaffen. Notwendig sei vielmehr eine gesetzliche Klarstellung, die kleine und mittelständische Betriebe vor unnötiger Bürokratie und zusätzlichen Kosten schützt.
Um diese Position in den politischen Prozess einzubringen, hat sich der BdB auch an die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann, gewandt. Ziel ist es, Umweltversprechen dort zu regulieren, wo sie tatsächlich irreführend sind – ohne dabei Pflanzen und ihre Produzenten unter Generalverdacht zu stellen.
Ende November fand in Hannover die diesjährige Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen statt. Der BdB begrünt seit vielen Jahren die Bundesdelegiertenkonferenzen und ist mit einem Stand vor Ort vertreten. Während der Konferenz wurden wir vom Vorsitzenden des BdB-Landesverbandes Hannover, Hans-Olaf Schröder, unterstützt.
An den drei Tagen konnten viele politische Gespräche geführt werden. In diesem Jahr war am BdB-Stand eine besonders hohe Nachfrage, da der BdB - als einziger Aussteller - im Plenum genannt wurden, denn wir hatten den Baum des Jahres 2025, die Amerikanische Roteiche, als kleine Sämlings-Give-aways dabei.
Nachfolgend finden Sie einige Impressionen von der Veranstaltung sowie ein Gespräch, das BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl mit Filiz Polat, MdB und Vorsitzende der Parlamentsgruppe Kulturgut Alleen, führte.
Bitte Ton einschalten.
Martin Häusling (links), Mitglied des Europäischen Parlamentes
MdB Filiz Polat
Die Nachfrage am Stand war durchweg hoch.
Dr. Ophelia Nick, Mitglied des Deutschen Bundestages
Dr. Gesine Märtens, Bundesschatzmeisterin Die Grünen
Karl Bär, Mitglied des Deutschen Bundestages
Initiative Grün für Stadt und Land
Lebenswerte, an den Klimawandel angepasste Städte sind eine langfristige Aufgabe der Politik: Daher muss der Bund Städte und Gemeinden dauerhaft und verlässlich beim Ausbau von Stadtgrün unterstützen. Im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks von Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) und Zentralverband Gartenbau (ZVG) unterstrichen die Verbandsspitzen ihre gemeinsamen Anliegen gegenüber Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Die Verbände forderten zudem von der Politik, gute Rahmenbedingungen für die Produktion von Gehölzen und Pflanzen zu schaffen. Der versprochene Bürokratierückbau müsse jetzt entschieden angepackt werden.
BdB-Präsident Hajo Hinrichs: „Ob Wettbewerbsrecht, Förderprogramme oder Naturschutzvorgaben – an vielen Stellen verhindert Bürokratie heute, dass Stadtgrün wirksam eingesetzt werden kann. Wenn die Wirkung von Pflanzen rechtlich nicht mehr benannt werden darf, bewährte Gehölze aus Förderprogrammen ausgeschlossen werden und Kommunen kaum noch geeignete Arten finden, dann läuft etwas grundlegend falsch. Klimaanpassung braucht weniger Ideologie und deutlich mehr fachliche Praxis. Der Gesetzgeber ist jetzt gefordert, bestehende Regelungen kritisch zu überprüfen und den angekündigten Bürokratierückbau endlich umzusetzen.“
Die vier Verbände bilden die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich der grünen und blauen Infrastruktur in Deutschland ab. Gemeinsam engagieren sie sich politisch für Grün in der Stadt und für handlungsfähige Kommunen. Schirmherr des Parlamentarischen Frühstücks war der Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke (SPD), der zugleich Ehrenpräsident der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft ist.
Stiftung Die grüne Stadt
Unter dem Titel „Stadtgrün 4K: Kommunikation – Kompetenz – Kooperation – Kommune“ brachte das FORUM DIE GRÜNE STADT 2025 Fachleute aus Wissenschaft, Planung, Bau, Verwaltung und Kommunen zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze rund um Stadtgrün, Klimaanpassung und grüne Infrastruktur zu diskutieren.
In Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung wurden unterschiedliche Perspektiven und praxisnahe Beispiele vorgestellt. Der interdisziplinäre Austausch zeigte, wie zentral Stadtgrün für eine zukunftsfähige und klimaresiliente Stadtentwicklung ist.
Strukturiert in vier Themenblöcke – Kommunikation, Kompetenz, Kooperation und Kommune – bündelte das Forum zentrale Erkenntnisse und Best Practices. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiche Strategien für grüne Städte insbesondere auf Zusammenarbeit, fachlicher Expertise und klaren kommunalen Rahmenbedingungen beruhen.
Das Forum setzte damit wichtige inhaltliche Impulse und unterstrich die Bedeutung integrierter Ansätze für lebenswerte Städte – gerade vor dem Hintergrund wachsender klimatischer und gesellschaftlicher Herausforderungen.
Impressionen
Green Cities Europe Award
Belgien, Frankreich und Polen für herausragende Begrünungsprojekte ausgezeichnet
Green Cities Europe gab die drei Finalisten für den Green Cities Europe Award 2025 bekannt. Mit dieser Auszeichnung werden herausragende urbane Begrünungsinitiativen in ganz Europa gewürdigt. Der Preis wird von der European Nurserystock Association (ENA) ausgelobt und hebt wegweisende Projekte hervor, die die transformative Kraft grüner Infrastruktur eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Aus acht teilnehmenden Ländern gingen Belgien, Frankreich und Polen (alphabetisch aufgeführt) als bestbewertete Einreichungen hervor, nachdem eine internationale Fachjury die Projekte eingehend geprüft hatte.
Belgien: Zuidpark, Antwerpen (Photo: Isabelle Pateer)
France: Parc des Ateliers, Arles (Photo: Michiel de Cleene)
Polen: “Burza” Action, Warschau (Photo: Michał Szlaga)
Die endgültige Platzierung sowie der Gewinner des Green Cities Europe Award 2025 werden am 29. Januar 2026 im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung auf der IPM Essen bekannt gegeben.
Die diesjährigen nationalen Wettbewerbsbeiträge sind:
Belgien (Zuidpark, Antwerpen), Bulgarien (Gardens of the World, Gemeinde Pazardschik), Frankreich (Parc des Ateliers, Arles), Deutschland (Natural PikoParks, Berlin), Ungarn (Dráva-Park, Budapest), Niederlande (Working Together / „Samen aan de Slag“, Leiden), Polen („Burza“-Aktion, Warschau) und Schweden (Piet-Oudolf-Garten, Värnamo).
Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie unter: award.thegreencities.eu/
Gemeinsam zeigen die Projekte das starke europäische Engagement für naturinklusive Gestaltung. Von revitalisierten Plätzen und biodiversen Parkentwicklungen bis hin zu klimaangepassten Quartiersumgestaltungen – der Green Cities Europe Award würdigt diesen Anspruch und ermutigt Städte in ganz Europa und darüber hinaus, ihre eigenen Begrünungsinitiativen weiter auszubauen.
In Kürze ist es wieder soweit: Die IPM Essen öffnet vom 27. bis zum 30. Januar 2026 ihre Tore!
Der BdB ist nicht nur mit einem Stand in Halle 7 dabei, sondern auch mit einigen anderen Programmpunkten vertreten.
Am Mittwoch, 28. Januar 2026, findet von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr die BdB-Akademie "Zwischen Asphalt & Klimawandel: Welche Gehölze bestehen?" statt.
Anmeldung: zielsdorf@gruen-ist-leben.de
Inhalt
Die Klimakrise macht es unabdingbar, in Kommunen – insbesondere in dicht bebauten Innenstadtbereichen – massiv neue Bäume zu pflanzen. Durch Beschattung und die Evapotranspiration von Stadtbäumen und anderen Vegetationsstrukturen kann der urban heat island effect, also die Aufheizung versiegelter Stadtzentren, wirksam abgemildert werden.
Dies ist umso notwendiger, als die Auswirkungen der Klimakrise – wie zunehmende Tropennächte und Temperaturen von über 30 °C über weite Teile der Sommermonate – in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität, besonders für vulnerable Gruppen, geführt haben.
Auch die Wiederherstellungsverordnung der Natur auf EU-Ebene (Nature Restoration Law) verpflichtet die Mitgliedstaaten – und damit in Deutschland sowohl die Bundesländer als auch die Kommunen – dazu, bis 2030 bzw. 2040 eine signifikante Erhöhung des Baumkronenbedeckungsgrades (tree canopy) zu erreichen und so das Stadtklima sowie die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Heute prägen jedoch weiterhin großflächig versiegelte Bereiche viele Freiräume deutscher Städte: Asphalt statt Grün, Hitze statt Schatten. Zahlreiche dieser Flächen wären potenziell als Baumstandorte geeignet; es müssen jedoch gezielte Anstrengungen unternommen werden, um sie für die grüne Stadtentwicklung nutzbar zu machen – Stichwort Mobilitätswende und Entsiegelung. Zusätzlich erschwert die oftmals schlechte Bodenbeschaffenheit in urbanen Räumen – nicht nur aufgrund zahlreicher Leitungen im Untergrund, sondern auch durch Kriegsschutt, Altlasten und heterogene Auffüllungen – die Entwicklung vitaler Bäume und macht den Problemraum Stadt noch komplexer.
Angesichts dieser Situation stellen sich nun akut folgende Fragen:
Diese Fragen werden im Rahmen des Seminars gemeinsam mit den drei Expert:innen aus verschiedenen Bereichen der grünen Branche diskutiert.
Expert:innen
Isabella de Medici, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektin AKNW| DTP Landschaftsarchitekten
Tristan Wegmann, Geschäftsführer, Wegmann Markenbaumschulen
Dipl.-Ing. Horst Fischer, Geschäftsführer, IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH
Moderation
Philipp Sattler, Geschäftsführer, Stiftung Die Grüne Stadt
Teilnehmende erhalten kostenlose Eintrittskarten für die IPM Essen.
Bitte melden Sie sich per E-Mail an: zielsdorf@gruen-ist-leben.de
Am Messemittwoch ist der BdB wieder Gastgeber für den Empfang der European Nurserystock Association (ENA) mit Vertreter:innen von Baumschulen und Baumschulverbänden aus ganz Europa.
Im kommenden Jahr wird es mit der "Gehölz-Arena" in Halle 7 ein neues Forum geben. Die neue Gehölz-Arena zeigt, wie klimaresistente Bäume und Sträucher Städte, Wälder und private Gärten zukunftsfähig machen. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielseitiges Programm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und praxisnahen Beiträgen aus Forschung, Praxis, Züchtung, Handel, Planung und Kommunalbereich.
Warum eine Gehölz-Arena?
Der Klimawandel stellt die grüne Branche vor große Herausforderungen. Hitzeperioden, Trockenheit und Extremwetter erfordern neue Sortimente, innovative Pflegekonzepte und durchdachte Standortwahl. Die IPM ESSEN setzt mit der Gehölz-Arena ein Zeichen: Hier erhalten Fachbesucher:innen wertvolle Impulse für ihr tägliches Geschäft und können sich mit Expert:innen austauschen.
Themen im Fokus
BdB-Landesverband Weser-Ems
Der Vorstand des BdB-Landesverbands Weser-Ems konnte auf seiner mit über 100 Teilnehmer:innen sehr gut besuchten Mitgliederversammlung am 4. Dezember 2025 in Bad Zwischenahn von einem insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2025 berichten. Während die Baumschulen mit Absatzschwerpunkt an den Garten- und Landschaftsbau von sehr guter bis guter Nachfrage berichten, war es für die Betriebe mit Absatz im Gartencentersegment ein herausforderndes Jahr, sowohl bei den abgesetzten Mengen als auch bei den erzielten Preisen. Gleichzeitig steigende Kosten für Löhne, Substrate, Dünger und andere Betriebsmittel einerseits sowie Engpässe in der Logistik sowie die weiterhin wachsende Bürokratie und die hohe Steuerlast andererseits setzen die Betriebe wirtschaftlich unter Druck.
Vorstand BdB-Landesverband Weser-Ems (v.l.): Jens Meyer, Gitta Roßkamp, Ocko Martens
Insgesamt gehen die Betriebe von einem stabilen Absatzmarkt in den nächsten Jahren aus. Im Landesverband stehen zahlreiche junge Menschen in den Startlöchern für die Betriebsnachfolge oder haben diese bereits angetreten. Der Landesverband ist daher positiv gestimmt und schaut optimistisch in die Zukunft des Anbaugebietes.
Kritisch sehen die Baumschulen in Weser-Ems die Novellierung des Niedersächsischen Wassergesetzes. Durch eine drohende Bevorzugung von Beregnungsverbänden könnte es für einzelne Betriebe schwieriger werden, notwendige Genehmigungen für Wasserentnahmen zu erhalten. Große Sorgen bereitet auch das Auftreten von neuen Quarantäneschaderregern und damit verbundene Verbringungsverbote für Pflanzen. Hier sind bundeseinheitliche, verlässliche Entschädigungslösungen notwendig. Außerdem ist zu klären, ob Verbringungsverbote, z. B. bei der Ausbreitung des Japankäfers, überhaupt den gewünschten Effekt der Eindämmung erzielen können oder ob Betriebe Wunschvorstellungen zum Opfer fallen. Unternehmen brauchen Planungssicherheit, und Verbringungsverbote dürfen nur der allerletzte Ausweg sein – aber nicht die allererste Option.
BdB-Präsident Hajo Hinrichs und BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl berichteten über die Arbeit des BdB auf Bundesebene und auf europäischer Ebene. Zahlreiche Veranstaltungen mit Politiker:innen und Vertreter:innen der Behörden in Berlin und Brüssel trugen dazu bei, die Baumschulwirtschaft als zukunftsorientierte Branche mit großer Bedeutung im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels wahrzunehmen.
BdB-Präsident Hajo Hinrichs
Baumschulverband Nordrhein-Westfalen
Der Duisburger Rheinpark bekommt einen neuen Klimahain. Auf dem Gelände der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 Ruhrgebiet hat der Baumschulverband NRW bei optimalem Pflanzwetter die ersten Bäume in seinem Ausstellungsbeitrag gepflanzt. Bis zur Eröffnung der IGA werden es über 150 Stück sein. Auf einer Fläche von etwa 2.000 Quadratmetern zeigt der Baumschulverband NRW, welche Bäume sich in Zeiten des Klimawandels für Städte und private Gärten eignen. Ergänzt werden die Bäume durch rund 500 Heckenpflanzen sowie zahlreiche Stauden und Gräser.
Anderthalb Jahre vor der Eröffnung der IGA sind die Baumschulen früh dran mit der Pflanzung. Ziel ist es, den Bäumen ausreichend Zeit zu geben, sich am Standort zu etablieren. „Wir pflanzen bewusst so früh, damit sich die Bäume gut einwurzeln können und zur IGA in voller Qualität hier stehen“, sagt der Vorsitzende des Baumschulverbandes NRW, Christoph Dirksen. „So können wir zeigen, wofür unsere Baumschulen stehen: Pflanzen, die sich dauerhaft bewähren.“
Fokus auf klimaresistente Baumarten
Im Mittelpunkt des Ausstellungsbeitrags stehen sogenannte Zukunftsbäume. Diese Arten und Sorten kommen mit Hitze, Trockenheit und auch zeitweiliger Nässe besser zurecht. Dazu zählen unter anderem Feldahorne, Magnolien, Zieräpfel, Amberbäume sowie spezielle Platanen. Insgesamt präsentiert der Verband rund 65 Arten von Klimabäumen auf dem IGA-Areal in Duisburg. Viele davon eignen sich nicht nur für Parks und Straßen, sondern auch für kleinere Privatgärten. „Die Bäume müssen immer mehr aushalten. Wir pflanzen nur Gehölze, die auch in den nächsten Jahrzehnten noch funktionieren. Wir zeigen den Besuchern eine Galerie von perfekten Zukunftsbäumen“, erklärt Christoph Dirksen.
Schattenplätze und Abkühlung für heiße Tage
Wer im Sommer 2027 auf den Sitzbänken unter den Dachplatanen Platz nimmt, wird spüren, welchen Temperaturunterschied Bäume machen können: Bis zu zehn Grad geringer sind hier die Temperaturen als in der prallen Sonne. So entstehen Aufenthaltsorte, die zum Verweilen einladen. Das unterstreicht die wichtigen Funktionen von Stadtgrün für Klimaanpassung in den Städten.
Fachgerechte Pflege von Anfang an
Alle Bäume werden von Fachkräften aus nordrhein-westfälischen Baumschulen gepflanzt. Auch die fachgerechte Pflege übernimmt der Verband. In den kommenden Jahren erhalten die Gehölze regelmäßig Wasser – im ersten Sommer mindestens alle 14 Tage rund 100 Liter pro Baum. So sichern die Baumschulen, dass die Bäume weiterhin gut anwachsen.
Beitrag mit nachhaltiger Wirkung
Gartenschauen sind für die Baumschulen eine wichtige Plattform, um mit Verbrauchern, Fachpublikum, Politik und Verwaltung ins Gespräch zu kommen und branchenspezifische Anliegen zu kommunizieren oder eine Sortimentsvielfalt zu präsentieren. Der Klimahain ist als temporärer Ausstellungsbeitrag für die IGA angelegt. Nach Ende der Gartenausstellung werden die Bäume weiterverwendet – etwa durch Verkauf. Dann spenden sie an einem anderen Ort Schatten – vielleicht in Ihrer Nähe. Mit dem Klimahain im Duisburger Rheinpark zeigt der Baumschulverband NRW, wie Stadtgrün funktioniert und welche Rolle Bäume für lebenswerte Städte spielen.
Bitte Ton einschalten. Christoph Dirksen, Vorsitzender Baumschulverband NRW
BdB-Landesverband Schleswig-Holstein
Interne Mitgliederversammlung des BdB-Landesverbandes Schleswig-Holstein am 11. Dezember 2025 in Ellerhoop: Vorstand Axel Huckfeldt (re.) dankte Referent Lars Kobialka, Geschäftsführer der Fa. moin robotics GmbH in Tornesch (Kreis Pinneberg) für seinen anregenden Vortrag „Automation & Robotik im Mittelstand“. Der öffentliche Empfang mit Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgt am 22. Januar 2026 unter dem Titel „Klimaangepasste Gestaltung von lebenswerten, biodiversen Stadt- und Landschaftsräumen, “ u.a. mit einer Panel-Diskussion zum Titelthema.
GartenBaumschulen
Mit großer Wertschätzung und nicht ohne Wehmut verabschiedet der GartenBaumschulenverband (GBV) zwei Persönlichkeiten, die den Verband über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt haben: Robert Markley, langjähriger Geschäftsführer, und Oliver Fink, der den Verband mehr als zwei Jahrzehnte ehrenamtlich als Vorsitzender begleitet und geführt hat.
Robert Markley – Gartenbau aus Leidenschaft
Seit 2011 hat Robert Markley die Geschicke der Maxi Grün GmbH gelenkt, bewegt und weiterentwickelt – stets mit einem klaren Blick für Wachstum, Veränderung und Zukunft. Unter seiner Führung wurde deutlich: Gartenbau ist für ihn weit mehr als ein Beruf – es ist Leidenschaft.
Seine beruflichen Wurzeln liegen in der Produktion und Vermarktung von Rosen, einem Thema, dem er sich über Jahre hinweg intensiv gewidmet und dem er sogar mehrere Fachbücher gewidmet hat. Diese „Rosen-Schule“ prägte nicht nur sein fachliches Know-how, sondern auch seine Art zu führen: mit Geduld, Weitblick und der Fähigkeit, Projekte und Gemeinschaften zum Blühen zu bringen.
Auch in herausfordernden Zeiten behielt Robert Markley den Überblick und begleitete die kontinuierliche Weiterentwicklung der Maxi Grün GmbH mit Engagement und Überzeugung. Sein Wirken hat inspiriert, motiviert – und gelegentlich auch herausgefordert. Dafür gebührt ihm großer Dank.
Oliver Fink – Über 20 Jahre Engagement für den Verband
Nach mehr als 20 Jahren als ehrenamtlicher Vorsitzender verabschiedet sich Oliver aus seiner Funktion – nicht jedoch aus der Gemeinschaft. Über zwei Jahrzehnte hinweg hat er den Verband der GartenBaumschulen mit Herzblut, Ausdauer und persönlichem Einsatz geprägt.
Er war weit mehr als ein Vorsitzender: Vorbild, Antreiber und Zuhörer. In Erfolgszeiten ebenso wie in schwierigen Phasen bewies er Ruhe, fand die richtigen Worte und verlor nie den Blick für das Wesentliche. Viele Entwicklungen und Erfolge des Verbandes tragen seine Handschrift.
Er hinterlässt große Fußstapfen, bleibt dem Verband jedoch in anderer Rolle verbunden.
Der GartenBaumschulenverband dankt Robert Markley und Oliver Fink für ihre Zeit, ihre Energie, ihre Geduld und ihre Verbundenheit.
Nachfolgend finden Sie einige Impressionen von Grün Connect, dem ehemaligen Chefsemianr, das Anfang Dezmeber in Grünberg stattfand.
Veranstaltungstipp
Samstag, den 28. Februar 2026, von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr.
Was erwartet Sie?
Angehende Techniker und angehende Meister werden im 1. Schuljahr gemeinsam unterrichtet und geprüft. Das 2. Schuljahr dient zur Profilierung des Technikers. Ein Zustieg für Wirtschafter ist möglich (Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss).
Nächster Unterrichtsbeginn Vollzeitunterricht: 15. September 2026 Anmeldung für den Schulbesuch bis 1. April 2026
Nächster Unterrichtsbeginn Internet-Fachschule Garten- und Landschaftsbau: 11. Januar 2027 Anmeldung für den Schulbesuch bis 1. Oktober 2026
Mehr Infos unter: www.fachschule-veitshoechheim.bayern.de
Die nächste Ausgabe Grün online erscheint am 31. Januar 2026.