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UWG-Novelle
Wenn Gehölze nicht mehr als „bienenfreundlich“ oder „klimaresilient“ beworben werden dürften, hätte das weitreichende Folgen für Baumschulen, Planer:innen und Verbraucher:innen. Der BdB hat sich deshalb im vergangenen Jahr intensiv gegen die Einbeziehung von Gehölzen in die UWG-Novelle eingesetzt.
Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens hat der BdB auf allen politischen Ebenen für eine praxistaugliche Ausgestaltung der Regelungen geworben. Ziel war es, zusätzliche Bürokratie, hohe Zertifizierungskosten und Rechtsunsicherheit für Baumschulbetriebe zu verhindern. Hintergrund ist die Umsetzung einer EU-Richtlinie, nach der Umweltaussagen künftig stärker reguliert und gegebenenfalls zertifiziert werden müssen.
Dazu wurden Stellungnahmen eingereicht, Gespräche mit Ministerien, Bundestagsabgeordneten und Regierungsvertreter:innen geführt sowie das Thema im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks in Berlin platziert. Der BdB mahnte dabei insbesondere an, dass die positiven Umweltleistungen von Gehölzen – etwa ihre Bedeutung für Biodiversität, Klimaresilienz oder die Anpassung an veränderte Standortbedingungen – nicht ohne Weiteres durch starre Zertifizierungssysteme bewertet werden können.
Zudem setzt sich der BdB gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium für praxisnahe Lösungen ein. Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist die Erarbeitung einer Liste bienenfreundlicher Gehölze durch das Julius Kühn-Institut. Gleichzeitig wirbt die Bundesregierung auf europäischer Ebene für eine Verlängerung der Umsetzungsfrist bis März 2027.
Der BdB warnt weiterhin davor, dass die geplanten Regelungen die Kommunikation über wichtige Umweltleistungen von Pflanzen erschweren und insbesondere kleine und mittlere Betriebe belasten könnten. Zudem sieht der BdB die Gefahr, dass bewährte Empfehlungen zu klimaangepassten oder standortgeeigneten Gehölzen künftig rechtlich angreifbar werden.
Der BdB wird die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und sich auch künftig für praktikable Regelungen einsetzen, die sowohl den Umweltzielen als auch den Bedürfnissen der Baumschulbetriebe gerecht werden. BdB-Mitgliedern steht für Rückfragen Verbandsanwalt Matthias W. Kroll zur Verfügung.
Auch auf Social Media wird das UWG immer wieder thematisiert.
Da es sich bei der PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) um europäisches Recht handelt, bringt sich die European Nurserystock Association (ENA) direkt in die politischen Beratungen in Brüssel ein. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) ist Mitglied der ENA und unterstützt deren Einsatz für praxisgerechte Regelungen im europäischen Baumschulsektor. Aktuell setzt sich die ENA dafür ein, dass Gehölztöpfe mit einem Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern nicht als Verpackungen eingestuft werden und damit von den Vorgaben der PPWR ausgenommen bleiben.
🔹 EU-Regelung mit Folgen für die Baumschulwirtschaft
Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) soll Verpackungsabfälle reduzieren. Derzeit wird geprüft, ob Pflanztöpfe für Gehölze als Verpackungen gelten.
🔹 Position der ENA
Die European Nurserystock Association (ENA) fordert, Gehölztöpfe mit mehr als zehn Zentimeter Durchmesser von der PPWR auszunehmen. Der BdB unterstützt diese Position.
🔹 Warum keine Verpackung?
🔹 Nachhaltige Produktionsmethode
🔹 Folgen einer Einstufung als Verpackung
🔹 Forderungen
Die Leitlinien zur PPWR sollen klarstellen, dass Gehölztöpfe über zehn Zentimeter Durchmesser als Produktionsmittel und Bestandteil des Pflanzenprodukts gelten – nicht als Verpackung.
Auch das Thema Verpackung wird auf Social Media immer wieder angemahnt.
Manchmal muss man auch die Absurdität des Ganzen deutlich machen.
BdB-Ausbildungswerbung
Seit Anfang des Jahres ist der Bund deutscher Baumschulen (BdB) mit einem eigenen Ausbildungsberufs-Video auf der Plattform „Dein Erster Tag“ vertreten. Über die dort eingesetzten VR-Brillen erhalten Schüler:innen bundesweit praxisnahe Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe – darunter auch die Ausbildung in der Baumschule.
Die erste Auswertung für das erste Quartal 2026 zeigt eine erfreuliche Resonanz: Das BdB-Video wurde überdurchschnittlich häufig genutzt und erzielte einen deutlich niedrigeren Schüler:innen-Kontaktpreis als vergleichbare Videos auf der Plattform. Damit bestätigt sich, dass das Medium Virtual Reality ein wirkungsvoller Baustein der Nachwuchswerbung für die Baumschulbranche sein kann.
Aus dem Projekt haben sich zudem weitere Aktivitäten entwickelt. So wurden Berufsberater:innen der Agentur für Arbeit bundesweit auf den Ausbildungsberuf aufmerksam gemacht und eingeladen, Baumschulen zu besuchen. Erste Gespräche, Besuche in Baumschulen sowie weitere gemeinsame Informationsformate mit der Agentur für Arbeit sind bereits erfolgt und weitere in Planung.
Gut zu wissen: BdB-Mitglieder können die VR-Brillen auch für eigene Berufsorientierungs-, Schul- oder Messeveranstaltungen ausleihen. Bei Interesse genügt eine kurze E-Mail an zielsdorf@gruen-ist-leben.de.
In Berlin fand Anfang Juli die Kleine Sommertagung statt. Das Präsidium tagte in der Bundesgeschäftsstelle am Hackeschen Markt und anschließend trafen sie sich mit den Teilnehmenden des erweiterten Hauptausschusses zum gemeinsamen Abendessen an der Spree. Am zweiten Tag fand die Sitzung des erweiterten Hauptausschusses statt.
Das Programm zur Tour ist noch einmal gewachsen!
Wir freuen uns über weitere Anmeldungen.
Das detaillierte Programm findet sich hier.
Save the date: GaLaBau 2026
Der BdB bietet auf der GaLaBau 2026 zweimal das Seminar "Große Bäume - große Wirkung" an. Das Seminar findet statt am Messe-Donnerstag, 17.09.2026, von 11:00 bis 12:15 Uhr und von 12:45 bis 14:00 Uhr. Zwischen den Seminaren steht ein Mittagsimbiss bereit.
Gemeinsam mit Moderator Philipp Sattler, Stiftung Die Grüne Stadt, wird das Thema wie man große Bäume in der Stadt pflanzt beleuchtet. Aus Sicht der Baumschulproduktion spricht Max Köhler, Köhler-Baumschulen.
Ergänzt wird das Seminar um Berichte zu Beispielprojekte. So bald das Programm final ist, veröffentlichen wir es über unsere Kanäle.
Sie können sich gerne bereits anmelden unter: zielsdorf@gruen-ist-leben.de.
BdB-Landesverband Weser-Ems
Perfekte Vorbereitung für eine erfolgreiche Herbstsaison
50 Baumschulen des BdB-Landesverband Weser-Ems laden ein zur Oldenburger Vielfalt vom 17. bis zum 21. August 2026. Inhaber:innen und Einkäufer:innen von Gartenbaumschulen, Gartencentern, Garten- und Landschaftsbaubetrieben und Friedhofsgärtnereien sowie Landschaftsarchitekt:innen sind herzlich eingeladen, in den Oldenburger Baumschulen Neuheiten zu entdecken und ihren Herbsteinkauf zu tätigen.
Oldenburger Vielfalt - Komfortabler kann man Pflanzenvielfalt nicht einkaufen.
Alle Infos zu den Ausstellenden auf www.meineoldenburger.de
Im Anschluss an die Oldenburger Vielfalt lädt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen am 22. August 2026 zum Zwischenahner Baumschultag ein.
Die AIPH International Grower of the Year Awards 2027 haben die Bewerbungsphase eröffnet. Die Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten internationalen Preise für Zierpflanzenproduzent:innen und würdigt besondere Leistungen in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Unternehmensführung und wirtschaftlicher Erfolg.
Bewerbungen sind in drei Kategorien möglich:
Zusätzlich wird ein Nachhaltigkeitspreis für herausragende nachhaltige Unternehmensführung vergeben.
Aus den Kategoriesiegern wird der „AIPH International Grower of the Year 2027“ gewählt und mit der prestigeträchtigen „Gold Rose“ ausgezeichnet.
Die Bewerbungen werden anhand von fünf Kriterien bewertet:
Aktueller Titelträger ist Hillier Nurseries Ltd. (Großbritannien), die 2026 für ihr Engagement in den Bereichen Qualität, Innovation, Nachhaltigkeit und Mitarbeitendenentwicklung ausgezeichnet wurde.
Bewerbungsschluss ist der 9. August 2026. Finalist:innen und Gewinner:innen profitieren von internationaler Medienpräsenz und einer hohen Sichtbarkeit in der globalen Gartenbaubranche.
Weitere Informationen und Bewerbung: AIPH IGOTY Awards
Kontakt: events@aiph.org
Die nächste Ausgabe Grün online erscheint am 28. August 2026