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Im Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer

Auf der Grünen Woche vereinbarten BdB-Präsident Hajo Hinrichs und BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl einen Gesprächstermin mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.

Hier macht sich der Minister auf der Grünen Woche eine Notiz, damit der Termin im Nachgang der Veranstaltung organisiert werden kann.

Anfang März fand das Gespräch im Bundeslandwirtschaftsministerium statt.

v.l.n.r.: BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl, Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, BdB-Präsident Hajo Hinrichs

Novelle Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)

Beim Termin mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer standen zentrale regulatorische Vorhaben im Fokus, die die Baumschulbranche unmittelbar betreffen. Ein wichtiger Diskussionspunkt war die geplante Novelle des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Die Vertreter des BdB äußerten dabei deutliche Kritik an der vorgesehenen Regelung, wonach beworbene Ökosystemleistungen von Gehölzen künftig durch eine unabhängige Institution bestätigt werden müssen. Aus Sicht der Branche bedeutet dies einen erheblichen Mehraufwand und wirft Fragen zur praktischen Umsetzbarkeit auf.

Minister Rainer verwies in diesem Zusammenhang auf Initiativen seines Hauses, mehr Orientierung zu schaffen. So soll über das Julius-Kühn-Institut eine Liste bienenfreundlicher Gehölze erarbeitet werden, auf die künftig in Verkaufsetiketten und Katalogen Bezug genommen werden kann. Dies könnte eine praxistaugliche Grundlage für die Kommunikation ökologischer Mehrwerte darstellen.

Zudem kündigte Rainer an, sich beim Bundesministerium für Verbraucherschutz für eine Übergangsfrist einzusetzen. Geplant ist eine Ausnahme von mindestens sechs, idealerweise zwölf Monaten, damit bestehende Verkaufsetiketten mit Hinweisen auf Ökosystemleistungen noch mindestens im Jahr 2026 weiterverwendet werden können.

Dokumentationspflicht Pflanzenschutzgesetz

Auch die bevorstehende Dokumentationspflicht bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln wurde thematisiert. Hier stellte der Minister eine Befassung auf europäischer Ebene in Aussicht, um Erleichterungen für die Praxis zu erreichen. Insbesondere das sogenannte BBCH-Stadium, das den Blattbedeckungsgrad des Bodens beschreibt, soll dabei kritisch überprüft werden. Ziel ist es, die Anforderungen an die Dokumentation praxistauglicher zu gestalten und unnötige Bürokratie zu vermeiden.

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Baumpflanzungen mit Bundestagsabgeordneten

Zwei Pflanzaktionen, ein starkes Signal: BdB und Bundestagsabgeordnete setzen auf mehr Stadtgrün

Mit gleich zwei Baumpflanzungen an einem Tag hat der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. gemeinsam mit neu gewählten Bundestagsabgeordneten ein deutliches Zeichen für mehr Grün in deutschen Städten gesetzt. Am 12. März 2026 fanden die Aktionen in Witten und Melle statt – begleitet von BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl, der beide Termine persönlich wahrnahm.

Pflanzung mit Katja Strauss-Köster

Den Auftakt machte die Pflanzung im Wittener Lutherpark. Dort setzten Markus Guhl und die Bundestagsabgeordnete Katja Strauss-Köster einen Nymphenbaum (Nyssa sylvatica). Unterstützung erhielten sie unter anderem von Wittens Bürgermeister Dirk Leistner sowie Christoph Dirksen, Vorsitzender des BdB-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen.

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Direkt im Anschluss reiste Markus Guhl weiter nach Melle. Mit im Gepäck ein "kulinarischer" Gruß von Katja Strauss-Köster an Lutz Brinkmann.

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Pflanzung mit Lutz Brinkmann

Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Lutz Brinkmann pflanzte er dort eine Blutbuche (Fagus sylvatica ‘Purpurea’) – ein Baum, der künftig im Wahlkreis des Abgeordneten wachsen wird.

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Beide Pflanzungen gehen auf eine Initiative des BdB zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode zurück. Der Verband hatte alle erstmals in den Bundestag gewählten Abgeordneten der demokratischen Parteien eingeladen, in ihrem Wahlkreis gemeinsam einen Baum zu pflanzen. Ziel ist es, die Bedeutung von Bäumen für Klimaresilienz, Biodiversität und lebenswerte Städte stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und gleichzeitig den Austausch zwischen Politik und Baumschulbranche zu vertiefen.

„Bäume gehören zu den wirkungsvollsten natürlichen Lösungen für viele Herausforderungen unserer Zeit – von der Klimaanpassung bis zur Steigerung der Lebensqualität in urbanen Räumen“, betont Markus Guhl. Die gemeinsamen Pflanzaktionen seien daher ein bewusstes Signal für langfristige Investitionen in grüne Infrastruktur.



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Zum Download bereit: Überflutungstolerante Bäume

Die neueste Broschüre von BdB und GALK „Überflutungstolerante Gehölze“ bietet einen praxisnahen Überblick über Baum- und Straucharten, die besonders gut an zeitweise oder dauerhaft nasse Standorte angepasst sind. Sie richtet sich an Planer:innen und unterstützt bei der Auswahl geeigneter Gehölze für überflutungsgefährdete Flächen.

Neben einer Einführung in die Standortbedingungen und die Herausforderungen durch zunehmende Starkregenereignisse enthält sie übersichtlich aufbereitete Pflanzenlisten mit Angaben zu Wuchs, Standortansprüchen und Verwendungsmöglichkeiten.

Damit dient die Broschüre als hilfreiches Werkzeug für eine klimaangepasste und zukunftsfähige Gehölzverwendung.

ENA - European Nurserystock Association

NEU: ENA-Newsletter

Der europäische Baumschulverband ENA (European Nurserystock Association), in dem auch der BdB Mitglied ist, informiert ab sofort mit einem eigenen Newsletter über aktuelle Entwicklungen in der europäischen Baumschulbranche. Die ENA vertritt Baumschulorganisationen aus über 20 europäischen Ländern und versteht sich als Plattform für den Austausch von Wissen sowie für die Vertretung gemeinsamer Interessen auf EU-Ebene.

Der Newsletter bietet Einblicke in politische Rahmenbedingungen, Markttrends, Forschungsprojekte und gemeinsame Initiativen der europäischen Branche. Damit erhalten Interessierte kompakt und regelmäßig Informationen aus erster Hand zu Themen, die die Zukunft der Baumschulwirtschaft in Europa prägen.

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Wer den ENA-Newsletter abonnieren möchte, kann sich ganz einfach per E-Mail mit dem Betreff "subscribe" anmelden: newsletter@enaplants.eu

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Jetzt aktuell: Unser kostenloses Handbuch zur sicheren Kultivierung in torfreduzierten Substraten

Die Umstellung auf torfreduzierte und torffreie Substrate ist in diesem Jahr eines der zentralen Themen für Baumschulen. Damit Sie bestens vorbereitet sind, haben wir von ICL für Sie ein umfangreiches Handbuch entwickelt – gefüllt mit Praxiswissen, Expertentipps und konkreten Handlungsempfehlungen für den erfolgreichen Einsatz neuer Substrate.

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Parlamentarischen Abend in Kiel: Großes Interesse am Alleenschutz

Rund 70 Alleeninteressierte aus Politik, Verbänden und Verwaltung diskutierten beim Parlamentarischen Abend am Mitte März im Landeshaus in Kiel über besseren Schutz der Alleen im Land. Der Parlamentarische Abend wurde gefördert von BINGO! Die Umweltlotterie. Veranstalter waren der Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) und der Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Die Anregungen aus dem Plenum reichten vom Wunsch nach einer größeren Lobby für Alleen in Politik und Gesellschaft bis hin zu einer höheren finanziellen Entlastung der Kommunen bei ihrem Erhalt.

Beim Parlamentarischen Abend kamen neben Abgeordneten aus allen im Landtag vertretenden Fraktionen (mit Ausnahme der FDP), Fachleute aus den verschiedensten Kompetenzbereichen zusammen: Aus dem Naturschutz, der Kommunalpolitik und -verwaltung, dem Straßenbau, der Baumpflege, der Baumschullandschaft, der Landwirtschaft sowie der Zivilgesellschaft. Sie alle bringen unterschiedliche Sichtweisen auf die Alleen mit, sind sich aber in einem einig: Die Baumreihen sind für unsere Natur- und Kulturlandschaft von hohem Wert und brauchen Schutz.

Podiumsdiskussion: Guter Alleenschutz kostet

Die Gefährdungen, denen die Alleebäume ausgesetzt sind, kamen auch in der Podiumsdiskussion im weiteren Verlauf des Abends noch zur Sprache. Der Klimawandel, Streusalz, Abgase und Verletzungen des Wurzelwerks bei Bauarbeiten, führten zu einer höheren Anfälligkeit der Bäume für Pilze, Bakterien und Schädlinge, erläutert Katharina Dujesiefken: „Es kostet immens, wenn Baumschutz nicht wirklich ernstgenommen oder Baumpflege nicht fachgerecht durchgeführt wird,“ appelliert sie an die Verantwortungsträger:innen. Und auch Dr. Frank Schoppa vom Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen und Mitveranstalter des Abends brach eine Lanze für gewissenhafte Baumpflege, damit neuangepflanzte Jungbäume gut anwachsen und widerstandsfähig werden. Nur so könnten die Bäume wieder richtig alt werden: „Ältere Alleebäume sind in ihrem Bestand vielfach bedroht und ohne Lobby“, beklagt er. Dabei seien gerade diese Altbäume aus ökologischer Sicht besonders wertvoll: „Um auf denselben ökologischen Wert zu kommen, müssten für einen einzigen gefällten älteren Baum, 400 Jungbäume nachgepflanzt werden.“ Damit macht Schoppa deutlich, dass die gängige Rechnung, als Kompensation für einen Baum einen neuen zu pflanzen, nicht aufgeht. Er bemängelt in diesem Zuge auch, dass das Land für private Alleen nur Geld für Neuanpflanzungen zur Verfügung stellt, nicht aber für die Pflege und den Erhalt der bestehenden Alleebäume.

Photo: Auf dem Podium diskutierten (v.l.n.r.) Prof Dr. Holger Gerth, Vizepräsident des SHHB; Katja Günther, Staatssekretärin im MEKUN; Katharina Dujesiefken, Alleenexpertin im BUND Mecklenburg-Vorpommern; Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer vom Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen; Philipp Frank, Bürgermeister der Gemeinde Seedorf © Anna Biß / SHHB



Die nächste Ausgabe Grün online erscheint am 30. Mai 2026.