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Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.
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Herzlich willkommen: Neues BdB-Fördermitglied metasfresh stellt sich vor

Vom Feld ins System – metasfresh ERP für die Grüne Branche

Text: metasfresh

Lebende Ware, mehrjährige Kulturen und saisonale Spitzen: Die Grüne Branche stellt besondere Anforderungen an die Betriebsführung. Als neues Fördermitglied des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V. vertieft die metas GmbH den praxisnahen Austausch mit der Baumschulwirtschaft, um deren Prozesse optimal digital abzubilden.

Mit metasfresh ERP steht Betrieben eine moderne Cloud-Lösung mit Open-Source-DNA zur Seite, die Beschaffung, Kulturplanung, Quartiersverwaltung, Logistik und Rechnungswesen auf einer zentralen Datenbasis vereint. Partieverfolgung, mehrjährige Kulturzyklen und Bestandsführung nach Qualitäten sind direkt im Standard integriert. Für einen reibungslosen Datenaustausch unterstützt metasfresh ERP den branchenspezifischen Baumschulkatalog-Stamm (BKS) der BSG sowie gängige EDI- und DATEV-Schnittstellen.

Das in deutschen Rechenzentren gehostete System sichert mittelständischen Unternehmen volle digitale Souveränität, Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit – bestätigt durch die Fraunhofer IML-Validierung und Platz 1 im ERP-Systemvergleich der Hochschule Merseburg 2025. Vorab schafft eine fundierte Fit-Gap-Analyse vor Ort Planungssicherheit zum garantierten Festpreis.

Erfahren Sie, wie metasfresh ERP Ihre betrieblichen Abläufe vom Feld bis zur Auslieferung effizient vernetzt: Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Termin für eine kostenfreie Live-Demo unter www.metasfresh.com.





Green Heroes Europe: Pflanzen als Helden der grünen Stadt

Mit „Green Heroes Europe“ startet eine neue europäische Kampagne, die Gehölze und Stauden und ihre Bedeutung für klimaangepasste und lebenswerte Städte in den Mittelpunkt stellt. Der BdB setzt die Kampagne in Deutschland um.

Hitzeperioden, Starkregen und der Verlust biologischer Vielfalt stellen Städte in ganz Europa vor wachsende Herausforderungen. Lebendiges Grün kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Städte an diese Veränderungen anzupassen und gleichzeitig ihre Lebensqualität zu erhöhen. Genau hier setzt die neue Kampagne „Green Heroes Europe“ an.

Hinter dem öffentlichkeitswirksamen Namen steht PROM-GREEN, eine von der Europäischen Union kofinanzierte und von der European Nurserystock Association (ENA) geleitete Initiative. Die Kampagne wird in Belgien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Polen und Schweden umgesetzt. In Deutschland übernimmt der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. die Durchführung.

Was Pflanzen für unsere Städte leisten

Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Leistungen von in der EU kultivierten Gehölzen und Stauden. Richtig ausgewählt und eingesetzt, können Pflanzen dazu beitragen, aufgeheizte Stadträume zu kühlen, Regenwasser zu nutzen, die biologische Vielfalt zu fördern und das Wohn- und Lebensumfeld aufzuwerten.

Gleichzeitig rückt die Kampagne die europäische Baumschulwirtschaft in den Fokus. Denn dauerhaft funktionierende grüne Infrastruktur beginnt nicht erst bei der Pflanzung. Entscheidend sind auch die fachgerechte Produktion, die Auswahl geeigneter Pflanzen sowie eine vorausschauende Planung und langfristige Pflege.

„Unsere Städte stehen angesichts von Hitze, Starkregen und dem Verlust biologischer Vielfalt vor großen Herausforderungen. Pflanzen und insbesondere Gehölze sind dabei ein unverzichtbarer Teil der Lösung“, betont BdB-Präsident Hajo Hinrichs. Mit der Kampagne solle stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden, welche Leistungen Pflanzen erbringen und welche Voraussetzungen für dauerhaft funktionierendes Stadtgrün notwendig sind.

Die richtige Pflanze am richtigen Standort

Eine Kernbotschaft von „Green Heroes Europe“ lautet deshalb: die richtige Pflanze am richtigen Standort. Erst wenn Standortbedingungen, Pflanzenauswahl, fachgerechte Pflanzung und Pflege zusammenspielen, können Bäume, Sträucher und Stauden ihre Funktionen langfristig erfüllen.

Die Kampagne richtet sich dabei nicht nur an Bürger:innen. Auch Fachleute und politische sowie kommunale Entscheidungsträger:innen sollen angesprochen werden. Neben Anregungen für private Gärten, Balkone und gemeinschaftliche Grünflächen geht es deshalb um die Frage, wie vielfältige und standortgerechte Pflanzungen stärker in Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, öffentliche Beschaffung und langfristige Strategien einbezogen werden können.

Der BdB wird „Green Heroes Europe“ in Deutschland mit verschiedenen Kommunikations- und Informationsmaßnahmen begleiten. Ziel ist es, die Leistungen von Gehölzen und Stauden stärker sichtbar zu machen und zugleich die Bedeutung einer leistungsfähigen Baumschulwirtschaft für eine zukunftsfähige grüne Infrastruktur herauszustellen.



Mitfinanziert durch die Europäische Union. Die darin geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Forschung wider. Weder die Europäische Union noch die Förderstelle können dafür haftbar gemacht werden.

Save the date: Große Bäume - große Wirkung

Auch im kommenden Jahr bietet der BdB auf der IPM Essen dem Fachpublikum wieder ein Seminar an. Das Seminar wird am Mittwoch, den 27. Januar 2027 im 10:30 Uhr stattfinden.

Weitere Infos zu den Inhalten und Vortragenden folgen in Kürze.

ENA-European Nurserystock Association

Pflanzenhandel mit Norwegen: EU greift Anliegen der Baumschulwirtschaft auf

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) begrüßt die europäischen Bemühungen um praxistaugliche Pflanzengesundheitsvorschriften im Handel mit Norwegen. Hintergrund sind geplante Änderungen des norwegischen Pflanzengesundheitsrechts, mit denen sich der europäische Baumschulverband European Nurserystock Association (ENA) gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden intensiv befasst hat.

Einzelne vorgesehene Regelungen hätten den Handel mit Baumschulgehölzen aus der EU deutlich erschweren können. Dies betrifft insbesondere Anforderungen an Erde und Kultursubstrate bei Pflanzen zum Anpflanzen und damit auch Freilandgehölze, die üblicherweise mit Erdballen gehandelt werden.

Die EU hat diese Bedenken gegenüber Norwegen aufgegriffen. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, die Bedingungen des europäischen Binnenmarktes beim Re-Export zu berücksichtigen, Anforderungen an Kultursubstrate anzupassen und eine Übergangsfrist von mindestens sechs Monaten vorzusehen.

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig eine starke europäische Interessenvertretung für unsere Branche ist. Über die ENA bringen die nationalen Baumschulverbände ihre fachliche und praktische Expertise gemeinsam ein“, erklärt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl.

Für den BdB ist entscheidend, dass Pflanzengesundheit gewährleistet wird, ohne bewährte Handelswege durch zusätzliche bürokratische Hürden unnötig zu erschweren. Der Verband wird den weiteren Prozess gemeinsam mit seinen europäischen Partnern in der ENA begleiten.



Politik trifft Baumschulpraxis in Amtsberg

Im Rahmen des BdB-Projekts „Praxis für die Politik“ besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Nora Seitz die Baumschule Dittersdorf in Amtsberg. Im direkten Austausch mit Betriebsleitung und Mitarbeiter:innen ging es um aktuelle Herausforderungen der Baumschulwirtschaft und deren Auswirkungen auf die betriebliche Praxis.

Geschäftsführerin Evelyn Naue präsentierte einen breit aufgestellten Baumschulbetrieb, der von der Jungpflanze bis zum Großbaum selbst produziert. Beim Rundgang und während der gemeinsamen Mittagspause standen vor allem Torf und Substrate, Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit, Verpackungsregulierung, Bienenfreundlichkeit sowie Ausbildung, Mindestlohn und die Personalsituation im Mittelpunkt.

Intensiv diskutiert wurden unter anderem die Belastungen durch die europäische Verpackungsverordnung PPWR sowie die Auswirkungen steigender Lohnkosten auf personalintensive Betriebe.

Auch Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit spielten eine wichtige Rolle. Am Beispiel invasiver Arten wie Japankäfer und Erdmantelgras wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen die Betriebe angesichts zunehmender Schaderreger und begrenzter Bekämpfungsmöglichkeiten stehen.

Ein weiteres Thema war die Verwendung von Umweltaussagen wie „bienenfreundlich“ im Pflanzenverkauf. Der BdB setzt sich dafür ein, dass wissenschaftlich abgesicherte Aussagen zu Gehölzen künftig rechtssicher in der Kundenkommunikation eingesetzt werden können.

Der Besuch machte deutlich, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Praxis ist. Denn die Baumschulwirtschaft sieht sich nicht nur als Teil der Agrarwirtschaft, sondern auch als wichtigen Akteur der Umwelt- und Klimaanpassungspolitik: Bäume und Sträucher werden für klimaresiliente Städte und Landschaften weiter an Bedeutung gewinnen. Der BdB möchte den Dialog deshalb auch auf Bundesebene fortsetzen und die Situation der Branche im politischen Berlin stärker vermitteln.

Photo: Evelyn Naue, MdB Nora Seitz, Niels Sommer



BdB-Wintertagung 2027

92. BdB-Wintertagung: Die Branche trifft sich in Goslar

Drei Tage Austausch, aktuelle Branchenthemen und neue Impulse: Vom 12. bis 14. Januar 2027 wird Goslar wieder zum Treffpunkt der deutschen Baumschulwirtschaft. Zur 92. BdB-Wintertagung kommen Mitglieder aus ganz Deutschland im Tagungshotel „Der Achtermann“ zusammen, um zu diskutieren, Kontakte zu pflegen und gemeinsam auf die Themen zu blicken, die die Branche bewegen.

Für einen Blick über den Tellerrand sorgt in diesem Jahr Prof. Dr. Gunter Dueck. In seiner Keynote „Humanoide, übernehmen Sie! – Wie Roboter unsere Mitmenschen werden“ beschäftigt er sich mit der Frage, wie technologische Entwicklungen unsere Gesellschaft verändern und welche Rolle humanoide Roboter künftig spielen könnten.

Ganz konkret um die Baumschulwirtschaft geht es anschließend in den Ausschüssen und Fachveranstaltungen. Die unterschiedlichen Produktions- und Geschäftszweige stehen dabei ebenso im Fokus wie aktuelle steuerliche, rechtliche und fachliche Fragestellungen. Das Forum Produktion und Pflanze und praxisnahe Workshops ergänzen das Programm und liefern Anregungen für die tägliche Arbeit in den Betrieben.

Doch die Wintertagung lebt nicht allein von Fachthemen. Sie ist vor allem ein Ort der Begegnung. Beim Begrüßungsabend auf Einladung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, bei den Treffen der Landesverbände und zwischen den Programmpunkten bleibt viel Raum für Gespräche, neue Kontakte und den persönlichen Austausch.

Dabei richtet sich der Blick auch auf die kommende Generation. Junge Unternehmer:innen und Betriebsnachfolger:innen sind besonders eingeladen, sich zu vernetzen, eigene Perspektiven einzubringen und Impulse für die Zukunft ihrer Betriebe und der Branche mitzunehmen.

Am Donnerstag, 14. Januar 2027, endet die Wintertagung mit den Berichten aus den Ausschüssen und der Mitgliedervertreterversammlung.



Zimmerkontingente für die Wintertagung sind im Tagungshotel „Der Achtermann“ reserviert:

Tel. 05321 / 7000-700

E-Mail: info@der-achtermann.de

ADR-Rosen 2026: Ein ausgezeichnetes Dutzend

Zwölf Rosensorten überzeugten die unabhängigen Prüferinnen und Prüfer mit ihrer Widerstandsfähigkeit und Schönheit und dürfen für die nächsten 15 Jahre das Gütezeichen „ADR-Rose“ tragen.

Mit den drei Beetrosen ‘For the Love of Roses’ (Markteinführung in Deutschland 2026), ‘Zauberhaft‘ (2024) und ‘SEE YOU® in apricot’, der Kletterrose ‘Pastel Siluetta®’ (2028) sowie der Kleinstrauchrose ‘Red Eagle®’ (2029) wurden fünf Sorten der Firma Kordes Rosen ausgezeichnet. Rosen Tantau erhielt das ADR-Gütezeichen für die zwei Kleinstrauchrosen ‘Eye Candy®’ (2028) und ‘Wüstensonne®’ (2028). Ebenso prämiert wurde die Beetrose ‘CHINOOK SUNRISE®’ (2027), welche vom kanadischen Vineland Research and Innovation Centre stammt und über Meilland nach Europa eingeführt wurde. Mit der Beetrose ‘Bianca KNOCK OUT®’ (2025, Züchter Radler/Meilland) und einer noch unbenannten Zwergrose gehen zwei weitere Auszeichnungen an das französische Züchterhaus. Erstmalig wurden auch zwei Sorten des französischen Züchters André Eve ausgezeichnet: die Beetrose ‘Blütenballett®’ und die Strauchrose ‘Schlosspoesie®’.

Die freiwillige Wiederholungsprüfung bestanden die Kleinstrauchrosen ‘CANDIA MEIDILAND®’ (Meilland) und ‘Blühwunder 08®’ (Kordes); sie dürfen das ADR-Gütezeichen für weitere 15 Jahre tragen.

Dieses Jahr trafen sich die Mitglieder des ADR-Arbeitskreises im Bundessortenamt Hannover. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Auszeichnung der ADR-Rosen 2026. Insgesamt 30 Sortenneuheiten der Züchterhäuser André Eve, Austin, Delbard, Kordes, Lens, Meilland, Noack und Tantau wurden über drei Jahre auf Gesundheit und Gartenwert getestet.

Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) ist ein Arbeitskreis aus Vertreter:innen des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V., des Bundessortenamtes, Rosenzüchter:innen und unabhängigen Expert:innen. Seit 1948 steht die ADR für höchste Qualitätsansprüche bei Gartenrosen. Rosensorten, die das ADR-Prädikat tragen, wurden zuvor einer strengen Prüfung unterzogen, um den Gartenwert von Rosenneuheiten zu bewerten.

Nur die Sorten, die ihre Robustheit und Schönheit über drei Jahre an bis zu elf Standorten in ganz Deutschland ohne Einsatz von Fungiziden oder Insektiziden bewiesen haben, dürfen das begehrte Gütezeichen für 15 Jahre tragen. Eine Verlängerung ist nur möglich, wenn sie sich erneut der Prüfung unter den dann aktuellen Bedingungen stellen. Höchste Bedeutung hat dabei die Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheitserregern wie Mehltau, Rost und Sternrußtau.

Alle ADR-Rosen finden Sie unter: www-adr-rose.de



Bundesgehölzsichtung

Bartblumen im Test - Sechs Sorten glänzen mit Bestnote

Text: Dr. Andras Wrede und Thorsten Ufer, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Gartenbau, Ellerhoop

19 Sorten, drei Jahre, 11 Prüfstandorte – und sechsmal die Bestnote: Die Bundesgehölzsichtung der Bartblumen (Caryopteris Bunge) hat ihre Spitzenreiter gefunden. Die Sorten ‘Blauer Spatz’, ‘KOJUCCBB‘ BLUE BALLOON, ‘Blue Knight’, ‘Lissteph‘ STEPHI, ‘Lissilv‘ STERLING SILVER und ‘Janice‘ SUNNY BLUE, die alle der Hybridart C. x clanodensis zugeordnet werden, erhielten drei Sterne (***) und damit das Prädikat „ausgezeichnet“. Sie dürfen künftig das Gütezeichen „Premiumgehölz der Bundesgehölzsichtung“ tragen.

C. x clandonensis ‘Blauer Spatz‘

C. x clandonensis ‘KOJUCCBB‘ BLUE BALLOON

C. x clandonensis ‘Blue Knight‘

C. x clandonensis ‘Lissteph‘ STEPHI

C. x clandonensis ‘Lissilv‘ STERLING SILVER

C. x clandonensis ‘Janice‘ SUNNY BLUE

Seit 2023 standen die 19 Bartblumen-Sorten an den 11 Standorten der Bundesgehölzsichtung auf dem Prüfstand. Jetzt zog der Arbeitskreis Bilanz: Auf seiner Jahrestagung, die vom 30. September bis zum 1. Oktober 2026 beim Bundessortenamt in Hannover stattfand, nahmen die Arbeitskreismitglieder die abschließende Bewertung vor.

Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede im Sortiment: Neben den sechs ausgezeichneten Sorten wurden sechs weitere mit zwei Sternen (**) als „sehr gut“ bewertet. Eine Sorte erhielt einen Stern (*) und damit die Bewertung „gut“. Sechs Sorten wurden als „entbehrlich“ eingestuft.

Welche Sorten mit welchen Eigenschaften punkten, werden die ausführlichen Berichte der Bartblumen-Sichtung zeigen. Sie erscheinen ab Anfang 2027 in der Fachpresse und anschließend auf der Website des Arbeitskreises Bundesgehölzsichtung unter www.gehoelzsichtung.de.



Anzeige BdB-Fördermitglied: Gartenbau-Versicherung VVaG



Absichern für stürmische Zeiten

Text: Ulla Ruths

Baumschulen investieren viel Arbeit in ihre Gehölze und schaffen erhebliche wirtschaftliche Werte. Ein einziger heftiger Sturm kann diese Werte innerhalb kürzester Zeit zerstören. „Baumschulquartiere sind meist exponierte Flächen“, weiß Konstantin Lang, Leiter Schadenabteilung der Gartenbau-Versicherung. Sein Appell: „Sorgen Sie für Versicherungsschutz. Damit Sie bei einem schweren Sturm nicht in finanzielle Schieflage geraten.“

Wie hoch Schäden ausfallen können, zeigen zwei Hagelereignisse aus dem Jahr 2026: Bei Ludwigsburg entstand in einer Baumschule ein Schaden von über 250.000 Euro, in einem Betrieb bei Memmingen waren es über 235.000 Euro. Gut, dass beide Betriebe versichert waren.

Neben der passenden Versicherung ist auch Prävention sinnvoll. So rät die Gartenbau-Versicherung zu Halte- und Sicherungssystemen für Containerware. „Prüfen Sie diese auf Zustand und festen Sitz, vor allem vor angekündigten Stürmen“, rät Lang. Lose Materialien sollten sturmsicher gelagert, Tore, Türen, Dacheindeckungen sowie Folien- und Schattieranlagen instandgehalten werden. So lassen sich zumindest einige Angriffsflächen für den Wind verringern und Schäden an Pflanzen und Betriebseinrichtungen reduzieren.

Sturmschaden

Am besten sprechen Sie mit Ihrem Risikoberater der Gartenbau-Versicherung. Er prüft Ihren Versicherungsschutz und berät Sie zu passenden Maßnahmen für Ihren Betrieb.

Jetzt informieren! www.gartenbau-versicherung.de



BdB-Landesverband Schleswig-Holstein

„Einheitsbuddeln 2026“ zum Tag der Deutschen Einheit in Schleswig-Holsteinund - Aktion „80 Obstbäume für Schulen und Kitas zum 80-jährigen Landesgeburtstag“



Text: Dr. Frank Schoppa, BdBSH

Das Einheitsbuddeln ging 2026 bereits in die achte Runde. In Kiel eröffnete Ministerpräsident Daniel Günther die Aktion für Schleswig-Holstein gemeinsam mit den Vorständen von Einheitsbuddeln e. V., Eugen Witte und Dr. Frank Schoppa, sowie BdB-Ehrenmitglied und Baumsponsor John Hermann Cordes. Gemeinsam pflanzten sie einen Hochstamm der Apfelsorte „Holsteiner Cox“.

Ministerpräsident Daniel Günther rief auch in diesem Jahr alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an dieser Pflanzaktion zu beteiligen: „Wer einen Baum pflanzt, verbessert nicht nur das Klima und sorgt für lebenswertere Städte und Gemeinden. Gerade in den Hitzewellen dieses Sommers waren Bäume für viele Menschen ein Segen. Jeder gepflanzte Baum zählt. Hier ein Bäumchen, dort ein Bäumchen – gemeinsam lassen wir unser Land ergrünen. Zeigen wir auch 2026, dass diese Idee aus Schleswig-Holstein Menschen aus ganz Deutschland verbindet.“

Seit dem Start des Einheitsbuddelns im Jahr 2019 wurden nach Angaben der Initiative rund 480.000 Bäume gepflanzt und etwa 500.000 Euro an Spenden für Baumpflanzungen gesammelt.

Die bundesweite Aktion 2026 stand unter der Schirmherrschaft des Bremer Bürgermeisters und Bundesratspräsidenten Andreas Bovenschulte. Er startete das Einheitsbuddeln am 1. September in Bremerhaven. Am 3. Oktober wurde der Staffelbaum für 2027 an Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Hendrik Wüst übergeben.

Auch darüber hinaus stand das Pflanzen in Schleswig-Holstein im Mittelpunkt: Anlässlich des 80. Landesgeburtstags förderte das Land das Projekt„80 Obstbäume an Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein“ des Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland e. V. Die Aktion wurde gemeinsam mit dem BdB Schleswig-Holstein und dem Deutschen Baumschulmuseum organisiert. Die Obstbäume sollen an Schulen und Kitas Lernorte schaffen und Themen wie Klima-, Arten- und Insektenschutz sowie gesunde Ernährung anschaulich vermitteln.

Weitere Informationen und Möglichkeiten zum Mitmachen gibt es bei Einheitsbuddeln unter: https://einheitsbuddeln.org

Photo: Einheitsbuddeln e.V.: v.l.n.r. Eugen Witte, MP Daniel Günther, John Hermann Cordes und Dr. Frank Schoppa

BdB-Landesverband Nordrhein-Westfalen

Premiere für die Baumschulsaison

Erstmals hat ein Baumschulverband in Deutschland den Start der Pflanzsaison offiziell gefeiert. Auf Einladung des Baumschulverbandes Nordrhein-Westfalen besuchte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen Anfang Oktober die Baumschule Ley in Meckenheim.

Der vergangene Hitzesommer hat gezeigt, wie wichtig Bäume für das Klima in Städten sind. Sie spenden Schatten und kühlen ihre Umgebung. Produziert werden sie über Jahre in den Baumschulen. Mit dem Herbst beginnt dort die Hochsaison: Bäume und Gehölze werden gerodet, verladen und an ihre neuen Standorte geliefert.

Bei ihrem Besuch verfolgte Ministerin Gorißen den Weg eines Feldahorns vom Feld bis zum Versand und packte bei Rodung und Verladung selbst mit an. Christoph Dirksen, Geschäftsführer der Baumschule Ley und Vorsitzender des Baumschulverbandes NRW, führte die Ministerin durch den Betrieb und zeigte ihr, wie Baumschulen Bäume kultivieren, für den Versand vorbereiten und an ihre späteren Standorte bringen. Er erläuterte, warum der Herbst für viele Gehölze die ideale Pflanzzeit ist: Der Boden ist noch warm, die Pflanzen können gut einwurzeln und haben dadurch im Frühjahr einen Wachstumsvorsprung.

Gorißen betonte die Bedeutung der Baumschulen für grüne Städte, die Biodiversität und die regionale Wirtschaft. Dirksen machte deutlich, dass Klimaanpassung lange vor der Pflanzung beginnt: „Wer in einigen Jahren mehr Bäume pflanzen will, muss heute dafür sorgen, dass diese Bäume produziert werden können.“ Dafür benötigten die Betriebe neben Fläche, Wasser und Arbeitskräften vor allem Planungssicherheit durch verlässliche Rahmenbedingungen.



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BdB-Landesverband Weser-Ems

ToSBa2-Besichtigung im Ammerland: Torfreduktion trifft moderne Produktion

Bericht: Pia Bunger

Knapp 90 Fachteilnehmende kamen am 20. August 2026 zur ToSBa2-Besichtigung im Ammerland zusammen. Erste Station war zu Jeddeloh Pflanzen in Edewecht. Dort standen torfreie Produktion und moderne Produktionstechnik im Mittelpunkt.

Besonderes Interesse galt den torffrei produzierten Koniferen. Diese zeigten ein besseres Wachstum und gesündere Wurzeln als Pflanzen im bislang verwendeten torfhaltigen Substrat. Gleichzeitig konnten die Substratkosten konstant gehalten werden. Geschäftsführer Dietmar Lübben betonte, entscheidend seien qualitativ hochwertige Kulturen, die sich auch wirtschaftlich rechnen.

Einblicke erhielten die Teilnehmenden zudem in die weitgehend automatisierte Topfhalle sowie in die sensorgesteuerte Bewässerung. Gerade vor dem Hintergrund des Arbeitskräftemangels setzt der Betrieb verstärkt auf technische Lösungen.

Dietmar Lübben (links) und Jens Henkensiefken (Mitte) zeigen zusammen mit Pia Bunger-Fleuren (rechts) die gute Wurzelbildung von Kiefern in torffreiem Substrat.

Kiefern bei zu Jeddeloh Pflanzen in torffreiem Substrat

Thormin Stiegler (Thorkas GmbH) erläutert den Möglichkeiten des Einsatzes von Sensortechnik für die Bewässerungssteuerung

Die Besuchergruppe vor den Hackschnitzel-Rohstoffen für die Holzfaserproduktion bei Moorkultur Ramsloh

Alternative Substratausgangsstoffe

Zweite Station war das Substratwerk Moorkultur Ramsloh. Bei der Werksbesichtigung standen alternative Substratausgangsstoffe und deren Verarbeitung im Fokus. Vorgestellt wurden unter anderem Holzfasern, Torfmoos (Sphagnum) und hochwertiger Grüngutkompost. Deutlich wurde, wie dynamisch sich die Entwicklung neuer Rohstoffe und Substrate für die Baumschulbranche gestaltet.

Austausch zum Abschluss

Beim gemeinsamen Grillen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Die Besichtigung zeigte praxisnah, welche Möglichkeiten Torfreduktion, alternative Substrate und moderne Produktionstechnik bieten und wie dabei ökologische und wirtschaftliche Anforderungen zusammengebracht werden können.

Weitere Infos zu ToSBa2: www.lwk-niedersachsen.de/tosba2



BdB-Landesverband Weser-Ems

Neue Gärtnermeisterinnen & Gärtnermeister der Fachrichtung Baumschule

Text: Cornelia Lüttmann

Am 25. September 2026 feierten 7 neue Gärtnermeisterinnen und Gärtnermeister der Fachrichtung Baumschule – gemeinsam mit den neuen Meistern und

Meisterinnen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau – den erfolgreichen Fortbildungsabschluss im Park der Gärten.

Bei bestem Spätsommerwetter führte Ocko Martens, Vorstandsmitglied des BdB-Landesverbands Weser-Ems, durch die Veranstaltung. Manfred Tannen, Vizepräsident der LWK Niedersachsen, überreichte die Meisterbriefe gemeinsam mit Vertretern des Berufsstandes sowie den Lehrkräften der Meisterschule im Grünen. Die Festrede hielt Dr. Marco Mohrmann, Generalsekretär der CDU Niedersachsen und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Er betonte die Wichtigkeit der neuen Meisterinnen und Meister für ein grüneres, klimaangepasstes Lebensumfeld und sprach den Absolventinnen und Absolventen seine besondere Anerkennung aus: „Wenn wir über Schwammstädte, über Parkanlagen, über Biotopvernetzung und Artenvielfalt auch in Siedlungen sprechen, dann sprechen wir genau über Ihre Arbeit und vor allen Dingen darüber, wie gut Sie dafür ausgebildet sind“, so Mohrmann. „Sie sind die Macher. Andere reden nur, Sie machen. Und genau solche Leute brauchen wir.“

Herausragende Prüfungsleistungen

Für den BdB-Landesverband Weser-Ems ehrte Vorstandsmitglied Ocko Martens die Meisterin Theresia Echterhoff sowie die Meister Moritz Warnken und Fabian Lüscher für ihre herausragenden Prüfungsleistungen.



Übergabe des Meisterbriefs von Manfred Tannen an Theresia Echterhoff

Ehrung der besten Prüfungsleistungen, v.l. Ocko Martens, Theresia Echterhoff, Moritz Warnken, Fabian Lüscher

Baumschul-Meisterklasse 2026

Fotos: VGL Niedersachsen-Bremen e.V. / Sawert

Die nächste Ausgabe Grün online erscheint am 30. November 2026.